Nov 112011
 

Nach langer Abwesenheit wieder mal ein Update. Wie aufmerksame Leser vielleicht bemerkt haben, brach mein Fotoblog zu den Pflegekatzen Jessica und Shakira plötzlich ab und wurde nicht mehr aktualisiert. Der Grund dafür ist leider sehr traurig: Nachdem die beiden Katzen ja ungewöhnlich scheu blieben, meldete ich den Katzenherzen, daß ich nicht weiter wußte und eventuell etwas nicht stimmt. Trotzdem wurde weiter versucht, die beiden Fellnasen zu sozialisieren, aber ohne Erfolg. So nahm eine erfahrenere Katzen­helferin als ich die beiden zu sich, um mir die Last anzunehmen. Kurze Zeit nachdem Shakira und Jessica mich verlassen hatten und ich nachfragte, wie es mit einer Rückkehr zu mir aussieht, kam die schreckliche Nachricht: Shakira hatte FIP gehabt und mußte eingeschläfert werden. Das war ein ziemlicher Schock für mich, da ich ja davon ausgegangen war, daß die beiden Katzen gesund waren. So erklärte sich aber auch das total scheue Verhalten von Jessica. Katzen spüren ja, wenn es anderen Katzen schlecht geht und leiden ebenfalls darunter, zeigen sich gestresst oder verängstigt. Nachdem Jessica von der todkranken Shakira getrennt worden war, wurde sie bei einer anderen Pflegestelle tatsächlich zutraulicher und „normal“.

Mich nahm das alles sehr mit. Ich hatte wenig Lust, mich an diese Erfahrung zu erinnern und einen Blogeintrag zu diesem unglücklichem Ausgang schreiben. So blieb ich für mehrere Monate ohne Pflegekatze, zumal wieder mal ein längerer Aufenthalt in Japan organisiert werden mußte. Nun bin ich aber seit einigen Tagen wieder im Lande und möchte diese Webseite wieder beleben. Und so poste ich hier ein Bild einer Pflegekatze, welche ich in Tokio für einige Wochen bei mir aufgenommen hatte. Der etwas übergewichtige Siamkater Moonshine gehörte wohl unsprünglich einer amerikanischen Familie, die auf einer Militärbasis lebte. Nach deren Abzug kam er über eine Pflege­organisation zu einem kanadisch-indonesischen Paar, wo er die letzten Jahre in einer kleinen Wohnung im Nordosten Japans lebte. Wieder wurde er nach deren Ausreise zurückgelassen und kam so über Japan Cat Network zu mir nach Tokio, um ihm das Tierheim zu ersparen. Und tatsächlich erklärte sich vor meiner Abreise eine Bekannte bereit, den unkomplizierten Moonshine bei sich aufzunehmen. So gab es wenigstens für diesen ruhigen Kater ein gutes Ende.

Foto
Moonshine: Machen große blaue Augen sentimental?

Aber es gibt noch vieles mehr aus Japan zu berichten. Ein größerer Artikel zu meiner Arbeit für eine Katzen­schutz­organi­sation steht bald an und ich bitte daher, in den nächsten ein bis zwei Wochen nochmal vorbei­zuschauen. Es lohnt sich wirklich!

 Posted by at 12:27
Nov 112010
 

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Ribbon apportiert gerne mal stundenlang ihr Spielzeug.

Wegen Computerproblemen erst jetzt eine zweite Meldung. Nach Mittens und Rudy kam dann nochmal eine Pflegekatze zu mir, und zwar die sehr verspielte Ribbon. So konnte ich noch einer dritten Katze vorübergehend ein schönes Zuhause bieten, wo sie sich austoben konnte. Zum Glück war sie schon immer Menschen gewöhnt gewesen und daher total zutraulich. Am liebsten mochte sie es, wenn man ihr Spielzeug quer durch die Wohnung warf, dem sie dann hinterhergejagt ist, um es zurückzubringen und einem vor die Füße zu legen, damit sich das Spielchen wiederholt. Unglaublich, mit welcher Hingabe und Ausdauer diese kleine Katze das machte!

 Posted by at 17:54
Aug 292010
 

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Mittens ist der kleinere, scheuere Kater, der dafür ziemlich verschmust ist.

Obwohl ich zur Zeit länger im Ausland bin, habe ich es geschafft, bei einem lokalen Tierschutzverein als Pflegestelle mitzuhelfen — so was wird leider überall gebraucht. Für sechs Wochen waren daher die beiden kleinen Kater Mittens und Rudy bei mir, um auf ihre Vermittlung vorbereitet zu werden. Am Anfang waren beide total scheu, änstlich und verstört. Daß sie nach ihrer Rettung in einem relativ kleinen Käfig gehalten wurden, machte die Sache auch nicht besser. Keine Frage, daß ich die beiden aufnahm, als ich darum gebeten wurde.

Mit viel Geduld und vorsichtigen Annähern haben die beiden dann langsam Vertrauen gefaßt und ihre Persönlichkeit entfalten können. Aus den beiden winzigen, verwilderten Katern wurden so zwei prächtige Stubentiger, die nichts lieber machen, als wie eine Elefantenherde durch die Wohnung zu rennen. Das gute Ende der ganzen Anstregungen: Morgen kommen die beiden zu ihrer neuen Familie in Yokohama, wo sie hoffentlich ein schönes Leben haben werden.

Außerdem sieht es so aus, daß ich ab November wieder in Deutschland sein werde. Dann bin ich natürlich wieder für die Katzenherzen aktiv und werde dann auch wieder täglich hier zeigen, wie es meinen Pflegekatzen geht. Darum bis dahin: „またね“ [Bis später!]

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Der freche Rudy entdeckt das Spaßpotential von fließendem Wasser.

 Posted by at 17:39